Vermögensaufbau kultivieren – Teil 3

Für die zielgerichtete Umsetzung Deines liquiden Vermögensaufbaus, bedarf es in der Basis den entsprechenden Kenntnissen des jeweiligen Assets bzw. den Anlageklassen. Dabei kann keine Präferenz gegenüber einer bestimmten Anlageklasse vergeben werden.

Umfang

Der erste Schritt in diesem Zusammenhang liegt in dem Verständnis der jeweiligen Rahmenbedingungen.

Weiterführend werden bei einer Assetklasse ebenso die jeweiligen Handelsparameter und Investitionsmöglichkeiten benötigt.

Aufgrund der strukturellen Gegebenheiten welchen Umfang dies haben kann, wird dies entsprechend nachfolgend für die Assetklasse Forex – Foreign Exchange Market im Detail aufgeführt.

Zum Einstieg in das Thema wird zuerst einiges Beschreiben, respektive erklärt, um möglichen Unklarheiten vorzubeugen.

Angefangen mit nachfolgendem praktischem Beispiel, dass Dir sogleich und ab sofort einen dauerhaften Mehrwert erbringt.

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Sorten- und Devisengeschäft

Du kommst aus Deinem Urlaub zurück, und das restliche, nicht benötigte Urlaubsgeld willst Du nun wieder in die heimische Landeswährung umtauschen.

Du konvertierst dieses Bargeld so beispielsweise in einer Wechselstube oder Bank gegen die heimische Landeswährung um.

Praktisch gesehen hast Du damit bereits allgemein formuliert, ein Tauschhandel abgeschlossen.

In der genauen Betrachtung entsprach dieses Bargeld im Fachjargon in Deutschland als Sorten, in der Schweiz als Noten und in Österreich als Valuten, in der Bezeichnung für ausländische Banknoten und Münzen.

In der Tätigkeit als Geschäft, so wird dies als sogenannte Sorten, Noten bzw. Valuten-Geschäft bezeichnet.

Die Alternative

Du gehst mit den Sorten zu Deiner Hausbank, bei der Du ein entsprechendes Fremdwährungskonto besitzt – in derselben Landeswährung wie die Sorten – und zahlst die Sorten auf dieses Konto ein.

Durch die Einzahlung der Sorten auf das entsprechende Fremdwährungskonto, werden durch die Einzahlung selbst, daraus Devisen.

Im Anschluss an die Gutschrift, weisst Du die Bank an, die eingegangene Devisensumme auf Dein anderes Bankkonto – geführt in der heimischen Landeswährung – zu konvertieren.

Daraus resultiert dann ein sogenanntes Devisengeschäft.

Die kostengünstigere Variante

Das Konvertieren des Sortengeschäftes wie auch des Devisengeschäfts basiert auf derselben Parität des Wechselkurses, dem sogenannten Interbankenkurs – zu diesem später mehr.

Allerdings liegen die jeweiligen Margen für das Konvertieren der jeweiligen Sorten – und Devisengeschäfte massiv auseinander.

Die Gründe für den massiven Unterschied, liegen in dem benötigten Aufwand bei Sortengeschäften, da die jeweiligen Sorten auch vorrätig sein müssen.

Wie nachfolgendes Beispiel eines Schweizer Finanzdienstleisters dies zeigt.

Notenkurse

Notenkurse

Devisenkurse

Devisenkurse

Interbankenkurse

Diese werden durch den sogenannten Interbankenhandel zwischen den verschiedenen Kreditinstituten festgelegt.

Nicht zum Interbankenhandel gehören die Geschäfte von Kreditinstituten mit ihrer Zentralbank.

Inerbankenkurse

Liquidität Provider

Das börsendotierte Unternehmen Euromoney Institutional Investor – mit Sitz in London, England – veröffentlicht seit 1996 eine jährliche Liste mit den Top 10 aller Liquidität Provider – Banken und nicht Banken – gemessen an dem Währungshandel Volumen.

Das Transaktion Volumen dieser Top 10 Liquidität Provider liegt in der Summe bei über 64% des weltweiten, gesamten Währungshandel.

Top 10 Plazierungen von 2019

Platz 1.) JP Morgan

Platz 2.) Deutsche Bank

Platz 3.) Citigroup

Platz 4.) XTX Markets

Platz 5.) UBS

Platz 6.) State Street

Platz 7.) HC Technologies

Platz 8.) HSBC

Platz 9.) Bank of America Merill Lynch

Platz 10.) Goldman Sachs

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) – Sitz in Basel, Schweiz – ermittelt jeweils alle 3 Jahre das weltweite Handelsvolumen in den Währungsmärkten.

So lag bei der letzten Erhebung im April 2019 das durchschnittliche Tagesvolumen bei 6600 Mrd. USD.

Vergleich zur NYSE

Als Vergleich lag das Handelsvolumen der grössten Wertpapierbörse der Welt, der New York Stock Exchange (NYSE), gemessen an der Marktkapitalisierung der gelisteten Unternehmen, am 21.04.2018 nach deren eigenen Angaben bei 14,327 Milliarden USD.

Ansehen und Reputation

Die BIZ geniesst international höchstes Ansehen und Reputation. Weiterführend ist diese, wie die Vatikanstadt und die City of London durch die jeweilige geographische Lage eine sogenannte Enklave.

Das heisst, der Boden der Enklave stellt exterritoriales Gebiet innerhalb des jeweiligen Landes dar.

100% in Privatbesitz

So gesehen gehört die BIZ nicht zu der Schweiz, die Vatikanstadt nicht zu Italien, und die City of London nicht zu England. Damit unterliegen die 3 Enklaven auch nicht der jeweiligen Gesetzgebung.

Weiterführend haben diese diplomatische Immunität und zahlen keine Steuern. Auch befinden sie sich zu 100% in Privatbesitz und obliegen keiner staatlichen Aufsicht.

Internationale Organisation für Normung

Gehen wir ein Stück in der Geschichte zurück, so stellt sich die Frage, warum Währungen mit 3 Buchstaben abgekürzt und mit den jeweils spezifischen Buchstaben geschrieben werden.

Die Internationale Organisation für Normung (ISO) – Sitz in Genf, Schweiz – führt unter der Bezeichnung ISO2417:2015 die Abkürzungen zur eindeutigen Identifizierung von Währungen. So werden in der Regel die ersten zwei Buchstaben für das Land, und der dritte Buchstabe für den Namen der Währungen verwendet.

Beispiele

Für den USD, stehen US für United States und D für den Dollar

Für den CHF, steht CH für Confoederation Helvetica und F für den Franken.

Neben der Buchstabenkodierung werden auch dreistellige Zifferncodes verwendet.

Der als sogenannter Nummerische Code bezeichnet wird.

Devisengeschäfte Unterteilung

Wie zu Anfang in diesem Artikel erklärt was im Allgemeinen ein Devisengeschäft ist, werden diese in der Grundform zwischen Devisenkassa- und Devisentermingeschäft unterteilt.

An dieser Stelle werden die aus den beiden Formen ergebenden, weiteren Möglichkeiten auch genannt. Dies sind Devisenoptionsgeschäfte und Devisenswapgeschäfte.

Das Devisenkassageschäft

Als Foreign Exchange Market, Forex oder Devisen Spot genannt, ist der Handel, bei dem zwischen der Eröffnung und der Erfüllung des Geschäfts maximal zwei Bankarbeitstage bestehen.

Das Devisentermingeschäft

Auch FX Futures genannt, ist ein auf Termin eingegangenes standardisiertes Geschäft, bei dem per Verfallszeitpunkt beide Handelsparteien – Käufer und Verkäufer – den verbrieften Vertragsinhalt zu erfüllen haben.

Das Devisenoptionsgeschäft

Stellt den Handel von Optionen dar, bei denen das Underlying Devisen sind.

Das Devisenswapgeschäft

In dieser Form entspricht ein Devisenswapgeschäft einer Kombination aus Devisenkassa- und Devisentermingeschäft.

Foreign Exchange Market Trade Struktur

Der Forex Markt stellt in seiner Struktur ein globales, dezentralisiertes Netzwerk dar, dass als sogenannter OTC Markt – Over the Counter – bezeichnet wird.

Dabei werden die Währungen nicht über eine oder mehrere Börsenplätze, sondern über ein Netzwerk von Banken ge- und verkauft.

Das heisst es bestehen für die jeweiligen Währungspaare zum selben Zeitpunkt auf Grunde der genannten Struktur keine einheitlichen Paritätskurse.

Als Richtwert lässt sich hier der Interbankenkurs – wie bereits beschrieben, und deren Liquidität Provider – nennen, in dem die jeweiligen Kauf- und Verkaufsaufträge, zu dem jeweils aktuellen Paritätskurs führen.

Handelszeiten

Die Handelszeiten sind in der Regel, mit Ausnahme von wenigen globalen Feiertagen jeweils von Sonntagabend 23:00 Uhr (MEZ) durchgehend, und ohne Unterbruch bis Freitagabend 23:00 Uhr (MEZ) festgelegt.

Die Haupthandelsphasen

Das meiste Handelsvolumen und damit auch in der Regel ebenso die grössten Volatilitäten werden in den drei Hauptsessions vollzogen, wie nachfolgend aufgeführt:

Handelssession in Asien, Tokio (Stellt das tertiäre Handelsvolumina dar)

Handelssession in Europa, London (Stellt das primäre Handelsvolumina dar)

Handelssession in Nordamerika, New York (Stellt das sekundäre Handelsvolumina dar)

Majors, Minors und Exoten

Die Gruppe der Hauptwährungspaare gemessen an dem gehandelten Volumen stellen die sogenannten Majors dar.

Diese 7 Währungspaare erreichen in der Summe die grössten Marktanteile aller gehandelten Währungspaare, und sind daher auch die mit der höchsten Liquidität. Dies sind:

EURUSD = Euro vs. US Dollar

USDJPY = US Dollar vs. Japanischer Yen

GBPUSD = Britisch Pfund vs. US Dollar

AUDUSD = Australischer Dollar vs. US Dollar

USDCHF = US Dollar vs. Schweizer Franken

NZDUSD = Neuseeland Dollar vs. US Dollar

USDCAD = US Dollar vs. Kanadischer Dollar

Minor Währungspaare

Die sekundäre Gruppe an Währungspaaren, ebenfalls gemessen an dem Handelsvolumen und Liquidität, stellen die sogenannten Minor oder auch Cross-Währungspaare genannt dar.

Damit sind die enthaltenen Währungen der Majors ohne USD gemeint, respektive sind diese zu betrachten, wie beispielsweise:

EURAUD = Euro vs. Australischer Dollar

CHFJPY = Schweizer Franken vs. Japanischer Yen

Die meisten gehandelten Minors bestehen zu einem Teil, aus einem der drei nachfolgenden Währungen:

Euro (EUR), Britsch Prund (GBP), oder dem Japanischen Yen (JPY).

Exotische Währungspaare

Die Gruppe mit dem geringsten Handelsvolumen und Liquidität sind die sogenannten Exoten. Darunter fallen die restlichen handelbaren Währungspaare, wie beispielsweise:

AUDMXN = Australischer Dollar vs. Mexikanischer Peso

EURSGD = Euro vs. Singapur Dollar

Spreads

Grundsätzlich gilt, je weniger liquide ein Forex Währungspaar ist, desto grösser ist der vorhandene Spread – Differenz zwischen Bid und Ask – dies gilt beispielsweise auch bei den Majors, kurz vor Veröffentlichung von hoch relevanten Wirtschaftsdaten.

Basiswährung und Kurswährung

In der Definition bei einem Währungspaar wird weiterführend zwischen der sogenannten Basiswährung – jeweils die linke Währung – und der Kurswährung – jeweils die rechte Währung – unterschieden. Als Beispiel:

Basiswährung EUR vs. USD Kurswährung

Basiswährung USD vs. JPY Kurswährung

Basiswährung GBP vs. USD Kurswährung

Wechselkurs Darstellung

Bei den Währungspaaren wird der jeweils gegenwärtige Wechselkurs dargestellt. Dieser beinhaltet auch die sogenannten Digits. Die Anzahl an Stellen nach dem Komma. So wird im Minimum der jeweilige Wechselkurs auf Basis von einem Pip – Price Interested Point – dargestellt.

Als Beispiel entspricht bei USDJPY ein Pip 0,01 und bei EURUSD ein Pip 0,0001.

Der Wert eines Pips ist dabei variabel und unterliegt wie Währungspaare entsprechenden Schwankungen.

Forex Pip Wert Berechnungen

Die essenzielle Wichtigkeit in Bezug auf das definierte einzugehende Risiko bedingt eine jeweilige genau Berechnung des entsprechenden Währungspaares in die entsprechende Kontowährung.

In Abhängigkeit der Handelsmenge, der Kontowährung, der Anzahl an Digits und der Parität, kann der jeweils genaue Price Interested Point Wert berechnet werden. Dabei existieren gesamt 3 Berechnungsvarianten.

LAMM, MAM und PAMM

Besitz Du mehrere Forex Accounts bei demselben Finanzdienstleister für den Forex Handel, so kannst Du diese auf einfache Art einheitlich managen. Einige Finanzdienstleister haben dafür spezielle Tools, die es Dir ermöglicht, auf einfache Weise dies umzusetzen. Solche Tools werden beispielweise auch von Vermögensverwaltungen verwendet. Anbei die 3 meist angebotenen Varianten:

LAMM – Lot Allocation Management Module

Bei dieser Form wird die identische Handelsmenge auf alle vorhandenen und dafür aktivieren Konten verteilt.

Nutzen: Identischer Verlauf der Konten, hinsichtlich der Ergebnisse.

MAM – Multi Account Manager

Hierbei richtet sich die Verteilung der Handelsmenge, nach einer festgelegten Wahl. Beispielsweise der Equity oder Balance.

Nutzen: Verteilung und deren Ergebnisse in Relation zu der festgelegten Wahl.

PAMM – Percent Allocation Management Module

Hierbei wird die Verteilung der Handelsmenge in die einzelnen Accounts nach einer festgelegten Ratio vorgenommen.

Nutzen: Accounts können mit variablem Risiko gemanagt werden.

Geschäftsmodelle

Der Anspruch bei der Wahl als Handelspartner sich auf ein Unternehmen für die Abwicklung Deiner Aufträge im Forex Handel festzulegen, ist absolut essenziell dahingehend, wie erfolgreich Du bist, und weiterhin sein wirst.

Zum einen benötigst Du eine Orderplattform für den Forex Handel. Ebenso stellt sich die Frage, ob Du automatisierte Handelssysteme verwenden möchtest. Falls ja, so ist die Infrastruktur ebenfalls sehr mitentscheidend.

Weiterführen ist zu sagen, dass ohne die erforderlichen Kenntnisse, was von entsprechender Relevanz und Bedeutung ist, Du leider völlig im Dunkeln taps, und Du kannst Dich sinngemäss nur nach den jeweiligen „Werbeslogans“ orientieren.

Nachfolgend die verschiedenen Geschäftsmodelle.

DD – Dealing Desk

Hierbei handelt ein Kunde gegen den eigenen Anbieter.

Der gesamte Verlust eines Kunden ist der zusätzliche Gewinn des Unternehmens, bzw. Gewinn des Kunden der Verlust des Unternehmens.

NDD – No Dealing Desk

Hierbei werden die Orders weitergeleitet, allerdings kann das Unternehmen zu eigenen Gunsten „eingreifen“ so zum Beispiel den Spread manuell verändern, oder eine Order verspätet ausführen.

STP – Straight Through Processing

Volle automatische Weiterleitungen, ohne eingreifen des Anbieters, an den Interbankenmarkt.

ECN – Electronic Communication Network

Hierbei ein Netzwerk aus unterschiedlichen Teilnehmern, wie zum Beispiel Liquiditäts-Provider und kleinen Banken.

Mit einem Order Buch, wo das entsprechende Volumen, Angebot und Nachfrage ersichtlich sind. Hierbei wird in der Regel kein Mark up auf den Spread gelegt, sondern eine Kommission vergleichbar wie beim Aktienhandel erhoben.

MTF – Multilateral Trading Facilities

Ist ein nicht regulierter Handelsplatz, wobei alle Teilnehmer denselben Rahmenbedingen unterliegen. Der Anbieter selbst bietet allen Teilnehmern Diskretion und schnelle Ausführungen.

Die Orderplattformen

Nachdem das Verständnis für die Rahmenbedingungen, in diesem Fall für die Anlageklasse Forex, entsprechenden abgeschlossen ist, erfolgen nun weiterführend die Kenntnisse über die jeweiligen Orderplattformen dazu.

Nachfolgend sind die häufigsten angebotenen Forex Orderplattformen aufgeführt. Selbstverständlich kannst oder könnest Du den jeweiligen Trading Desk telefonisch kontaktieren für die Orderaufgabe und/oder die entsprechenden Anpassungen Deiner Order vornehmen zu lassen.

Es dauert Erfahrungsgemäss aber zeitlich viel länger – abgesehen von möglichen zusätzlichen Kosten – als wenn Du direkt in der jeweiligen Orderplattform selbst das Nötige umsetzt.

Die häufigsten Forex Orderplattformen

Kommen wir zu den Orderplattformen für den Forex Handel, die von sehr vielen Finanzdienstleistern standardisiert mitangeboten werden. Weiterführend sind je nach Orderplattform mögliche zusätzliche Kosten für Lizenzen und oder Datenfeeds zu beachten.

Meta Trader 4

Entwickelt wurde die Orderplattform von Meta Quotes Software und 2005 veröffentlicht. Die Anwendung wurde ursprünglich für Windows Betriebssysteme ausgelegt. Zusätzlich können eigene Handelskriterien, automatisierte Handelssysteme geschrieben inkl. Simulation durchgeführt werden.

Meta Trader 5

Stellt den Nachfolger von der Orderplattform Meta Trader 4 dar. Ebenfalls von Meta Quotes Software entwickelt und 2010 veröffentlicht. Die entsprechenden Verbesserungen und Anpassungen konnten den allgemeinen Erwartungen nicht gerecht werden.

Ninja Trader

Diese Orderplattform wurde von NiniaTrader LLC entwickelt und 2003 veröffentlicht. Die Anwendung wurde ursprünglich für Windows Betriebssysteme ausgelegt. Benutzer können zudem Marktanalysen, Handelssysteme entwickeln sowie dieses Simulieren.

Trade Navigator

Entwickelt durch Genesis Financial Technologies wurde der Trade Navigator 2003 als reine Charting-Software mit Echtzeitdaten geluncht. Im Jahr 2004 fand die erste Kooperation mit einem Finanzdienstleister statt. Die Anwendung wurde ursprünglich für Windows Betriebssysteme ausgelegt. Auch können Chartanalysen und Backtest durchgeführt werden.

Funktionsweise testen

Bei den hier namentlich genannten Handelsplatformen besteht in der Regel auch die Möglichkeit, kostenlos die Funktionsweise anhand eines sogenannten Demo Accounts mit fiktivem Kapital kennenzulernen.

Finanzdienstleister mit eigener Ordersoftware

Häufig bieten Finanzdienstleister für den Forex Händel auch sogenannte inhouse Lösungen an.

Dies sind wiederum eigens selbst entwickelte Order Plattformen, nebst gängigen wie in diesem Artikel bereits genannt. Du solltest Dich zumindest mit den hier genannten Orderplattformen auseinandersetzen.

So erkennst Du zum einen die jeweiligen Stärken und Schwächen, gegenüber den anderen Handelsplattformen, und kannst die jeweilige, die Dir am meisten zusagt auch anwenden. Weiterführend stellen die Rahmenbedingungen eine sehr zentrale Rolle.

Soll heissen, dieselbe Orderplattform bei zwei unterschiedlichen Finanzdienstleistern können sich dadurch in der Konsequenz wesentlich voneinander unterschieden.

Da diese in Abhängigkeit des jeweiligen Finanzdienstleister und den entsprechenden Rahmenbedingungen bei der Wahl und Positionierung in den Strukturen wie: Liquiditätspool, Redundanzen, Standortwahl, Hard- und Software über die Anzahl an personellen Fachkräften, bis hin zu der Unternehmenskultur und Philosophie.

Aufgrund dessen wäre es absolut unseriös, eine bestimmte Orderplattform in den Vordergrund zu stellen.

Due Diligence Questionnaire (DDQ)

Um Aufschluss unter anderem darüber zu erhalten, muss in diesem Zusammenhang wiederum als nächstes der Research und der Vergleich zwischen den in Frage kommenden Handelspartnern wie: Brokern, Liquiditätsprovider oder Banken mittels einer Due Diligence Questionnaire durchgeführt werden.

In diesem Zusammenhang habe ich – Andreas Wirz – persöhnlich eine qualitative Due Diligence Questionnaire für die Assetklasse Forex – Foreign Exchange Market zusammengestellt, und stelle diese kostenlos zur Verfügung.

Diese kann mit den enthaltenen Fragen und Kriterien für jeglichen Finanzdienstleiser (Bank, Broker oder Liquiditätsprovider) verwendet werden, bei dem die Assetklasse Forex – Foreign Exchange Market angeboten wird.

Darin sind alle relevanten Punkte und benötigten Informationen, für den diskretionären bis hin zu dem automatisierten Handel enthalten.

Anmerkung

Viele Finanzdienstleister sind erfahrungsgemäss „nicht erfreut“ solche „extremen Angaben“ schriftlich zu machen, was allerdings wiederum zeigt, wie ein solcher Fianzdienstleister positioniert ist.

Bei einem „guten“ Anbieter bestehen für detailierte Fragen und Kriterien bereits erstellte Informationsmappen inklusive Grafiken, Strukturprozesse und den aktuell gültigen Lizenzen, die in der Regel damit alle offen Punkte beantwortet.

Eine entsprechende DDQ solltest Du grundsätzlich durchführen, unabhängig von der jeweiligen Anlageklasse oder des Anbieters, aufgrund der in der Regel vorhandenen Intransparenz der Finanzdienstleister.

Für einen seriösen und erfolgreichen Vermögensaufbau sind die genannten Kriterien grundsätzlich zwingend erforderlich, bevor Du entsprechende Investitionen oder Engagements tätigst.

Einsatzmöglichkeiten durch Forex

In den Möglichkeiten für Engagements bietet der Forex Handel zwei primäre Anwendungsbereiche.

Spekulation

Auf Grund der Tatsache, dass der Devisenhandel in Form des Forexhandel ein sogananntes Derrivat darstellt, bedarf es von der nominalen Handelsmenge nur einem Bruchteil dieser Summe an Eigenkapital. Der damit verbundene maximale und minimale Hebel wird durch den jeweiligen Finanzdienstleister selbst deffiniert, und kann jederzeit neu angepasst werden.

Dabei wird erfahrungsgemäss durch den jeweiligen Kontostand in den meisten Fällen der maximale Hebel deffiniert, wobei dieser bei stärker kapitalisierten Konten geringer ausfällt. So liegt bei einem Hebel von 1:25 das benötigte Kapital bei lediglich 4% der effektiven Handelsmenge, der sogenannten Margin. Die Wertveränderung basiert allerdings auf 100% der Handelsmenge.

Es können dabei für positive und / oder negative Praitätsveränderungen Engagements eigegangen werden.

Absicherung einer zweit Währung

Da der Preis eines Gutes, nicht mit den realen vorhandenen Bedingungen korrelieren muss, so bestimmt einzig das Angebot und die Nachfrage den jeweiligen Preis.

Häufig kann wiederum zu dem entsprechenden Preis nicht festgehalten werden, ob der gestrige, der heutige oder der zukünftige Preis der reale ist. Dies gilt primär für die entsprechenden preisrelevanten Währungen.

Aufgrund dessen ist dies nicht nur für Anleger, sondern beispielsweise auch für Unternehmen von Relevanz. Im weiterführenden Kontext sind die Möglichkeiten zur Absicherung gegen ungewollte Preisentwicklungen mitentscheidend. Ebenso hinsichtlich bei Export und oder Import von Waren oder Gütern.

Diese Mechanismen kommen wiederum der jeweiligen Planungssicherheit zugute.

Delta-Neutral

Im Fachjargon auch als Delta-Neutral oder Delta-Hedge definiert, wird bei einem Guthaben in einer Fremdwährung dieses durch die entsprechend gleich grosse konträre Primärwährung im Forex Markt abgesichert.

Das heisst unabhängig in welche Richtung sich die Parität der Fremdwährung zu der Primärwährung bewegt, bleibt in der Gesamtsumme die Wertveränderung bei 0, exklusiv Tomorrow-Next Day.

Ebenso kann durch die vorhandene Struktur, eine definierte Absicherung bei den meisten Fianzdienstleistern bis auf Nominal 1´000.- in der jeweiligen Basiswährung umgesetzt werden.

Weiterführend ist anzumerken, dass eine solche Absicherung nicht zwingend mit Kosten einhergehen, sondern diese sogar einen zusätzlichen passiven Ertrag erwirtschaften können.

Tomorrow-Next Day

Massgebend dafür ist der sogenannte Tomorrow-Next Day, einen kurzfristigen Mechanismus, um eine Devisenposition über Nacht offen zu halten. Der Zweck dieses Verfahrens besteht in der Möglichkeit, eine Forex-Position über Nacht offen zu halten, ohne die gekaufte Währung physisch ausgeliefert zu bekommen.

Die Erfüllung des Geschäfts wäre zwei Tage nach der Transaktion fällig – das sogenannte Spot date -. Auf der Tom-Next-Basis liesse sich aber der Trade um diese Frist hinauszuschieben.

Anstatt die gehandelte Währung ausgeliefert zu bekommen, ermöglicht Tom-Next, die Position länger offen zu halten. Die Übernacht-Position wird gegen ihr Äquivalent vom Folgetag getauscht. Die Differenz zwischen den zwei Kontrakten wird die Tom-Next-Anpassung genannt.

Anhand der Tom-Next-Anpassung wird die Übernachtfinanzierung einer Forex-Position berechnet, um die Position um eine Nacht länger offen zu halten.

Um den Tom-Next-Satz zu berechnen, wird der Gegenwert der offenen Positionen – Handelsmenge – und die Zinsen des jeweiligen Währungspaars kalkuliert. Die Zinssätze selbst unterliegen täglichen Änderungen, da sie auf den ihnen zugrunde liegenden Marktpreisen basieren.

Bei einer erworbenen Devise mit einem höheren Zinssatz, erfolgen Zinsgutschriften, bei einer erworbenen Devise mit niedrigeren Zinssätzen, erfolgt eine Zinsbelastung. Die effektiven Zinsdifferenzen können je Finanzdienstleister varieren.

Massgebend für eine Verrechnung von Zinsendifferenzen sind offene Positionen um 23:00 Uhr (MEZ).

Fazit

In diesem Artikel ging es wie zu Anfangs beschrieben, über die im Umfang jeweilis zwingend benötigen Informationen und das Verständnis einer jeweiligen Assetklasse – in diesem Beispiel der Foreign Exchange Market. – Im dem folge Beitrag werden die weiteren, benötigten strukturellen Inhalte behandelt. Weiter zu Vermögensaufbau kultivieren – Teil 4. (In Kürze)

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