Der Vermögensaufbau

Die Frage nach einem persönlich sinnvollen Weg in Bezug zu dem eigenen Vermögensaufbau ist stehts präsent, ein Leben lang. Jede damit verbundene und eingeschlagene Richtung hat in der Konsequenz logischerweise entsprechende Vor- wie Nachteile.

Liquider Vermögensaufbau

Unter der Voraussetzung, dass Du dich mit Deinem Vermögensaufbau bereits auseinandersetzt, so stellt sich zuallererst die Frage, inwieweit Du bis dato damit zufrieden bist.

Dies setzt voraus, dass Du über Deinen liquiden Vermögensaufbau aktuell auf dem laufenden bist, was wiederum sehr positiv ist bzw. wäre, da Du Dir der Wichtigkeit dessen bewusst bist.

Auch sind tendenziell immer mehr Möglichkeiten vorhanden, aus denen es gilt zu selektionieren und sich zu entscheiden.

High-Net-Worth-Individual (HNWI)

Nicht jede Person gilt als High-Net-Worth-Individual (HNWI) bei denen die eigenen liquiden Vermögenswerte mindestens 1.7 Millionen USD betragen, gemäss dem World Wealth Report 2020 von Capgemini.

Zu diesen zählen nebst Bankguthaben und Kassabeständen, Wertpapiere, Edelmetalle, und weitere Vermögenswerte die kurzfristig umgewandelt bzw. veräusert werden können.

Konträr dazu, stehen die illiquiden Vermögenswerte wie Beispielsweise Immobilien, Grundstücke oder ausserbörsliche Firmenbeteiligungen.

Damit verbunden liegt der Fokus primär, bei Informationen in Bezug auf den persönlichen Vermögensaufbau liquider Vermögenswerte. Im nachfolgendem wird auf wesentliche Irrtümer von Seiten vieler Anleger eingegangen.

Die dabei beschriebene Sachlage unterliegt den jeweiligen damit verbundenen und belegten Fakten, und jede und jeder Anleger sollte Kenntnis darüber haben.

Steigerung des Vermögens

Allgemein formuliert stellt der Vermögensaufbau in der Definition finanzielle Engagements dar, die zum Ziel haben, Dein vorhandenes Vermögen zu erhöhen.

Das Ziel von Geldanlagen kann wiederum einzig dem Kapitalerhalt oder dem Vermögensaufbau dienen. Wird letzteres durch liquide Vermögenswerte umgesetzt, so ist primär die erzielte netto Rendite das Mass der Dinge.

Um die nötige Relation für die im Minimum benötigte Rendite für den Vermögensaufbau und somit die Steigerung des Vermögens zu erhalten, werden auf Basis des eigenen Wohnsitzes und des entsprechenden Landes die Teuerungsraten betrachtet.

In der Definition entspricht dabei die Teuerung den Verbraucherpreisen.

Diese beschreiben anhand eines Verbrauchsschemas, des sogenannten Warenkorbs, die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen.

Dazu gehören Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Bekleidung oder Mieten und langlebige Gebrauchsgüter wie Kraftfahrzeuge oder Möbel genauso wie Dienstleistungen (zum Beispiel: Friseurbesuche, Versicherungen, Reinigungsdienstleistungen und Reparaturen).

Teuerungsraten

Für den Erhalt der länderspezifischen Teuerungsraten bieten sich zum einen die Daten der jeweiligen Bundesbanken bzw. Nationalbanken oder des jeweiligen Amtes für Statistik, wie nachfolgend an, wobei die Daten selbst identisch sind:

Für Deutschland | Statistisches Bundesamt | www.destatis.de

Für Österreich | Statistik Austria | www.statistik.at

Für die Schweiz | Bundesamt für Statistik | www.bfs.admin.ch

Daten der Verbraucherpreise

Die nachfolgenden Daten wurden von den jeweiligen nationalen Ämtern für Statistik entsprechend übernommen. Für die Ermittlung eines bestmöglichen, zukünftigen Annäherungswertes wurden die Daten von 69 Jahren, ab 1950 bis 2019 verwendet.

Deutschland: Durchschnittliche Geldentwertung je Jahr 6,47 %

2019 = 105,3 | 2015 = 100 | 1950 = 19,5 | gesamt 440,0 %

Österreich: Durchschnittliche Geldentwertung je Jahr 14,16%

2019 = 106,7 | 2015 = 100 | 1950 = 9,9 | gesamt 977,7 %

Schweiz: Durchschnittliche Geldentwertung je Jahr 5,43 %

2019 = 101,7 | 2015 = 100 | 1950 = 21,4 | gesamt = 375,2 %

Erklärungen

Für das Verständnis bedeutet dies so beispielsweise, dass in der Schweiz aus der Kaufkraft von 1000.- Schweizer Franken (CHF) im Jahre 1950, einer gegenwärtigen Kaufkraft im Jahre 2019 von 4752.- Schweizer Franken (CHF) entspricht.

Weiterführend muss die Rendite in diesem Zusammenhang, um die mit den Geldanlagen bestehenden Kosten wie beispielsweise Mandatskosten, Verwaltung -und Beratungshonorare, bis hin zu den Kosten des Wertschriftendepots und durch steuerliche Abgaben bereinigt werden.

Um nun einen realen Zuwachs an Vermögen zu erzielen, muss die durchschnittliche Rendite p.a. zwingend nach Abzug der genannten Komponenten über der jeweiligen landesspezifischen Teuerung liegen.

Liegt hingegen nach der Bereinigung der Rendite, diese unter der jeweiligen landesspezifischen Teuerung, so wurde real betrachtet kein Vermögen aufgebaut, sondern das bestehende reale Vermögen wurde reduziert.

Formel

Für die Ermittlung des realen Vermögenszuwachses kann nachfolgende, einfache Formel verwendet werden:

Nettorendite p.a. – durchschnittliche Teuerung = Realer Vermögenszuwachs

Entscheidungsfindung

Für den Erhalt Deiner Kaufkraft wie auch für das Erzielen eines realen Vermögenszuwachses, bedarf es einer vorgängigen entsprechenden Planung. Hierbei stellt sich die Frage, inwieweit Du Dich persönlich involvierst.

Zu unterschieden sind nachfolgende Möglichkeiten:

Vermögensaufbau mittels Beratungsgeber

In der Definition lässt Du Dich beispielsweise entsprechend durch eine Bank, respektive einen Kundenberater/in oder ein externes Unternehmen beraten.

Das Ziel einer solchen Beratung in dem genannten Kontext für Vermögensaufbau liquider Vermögenswerte, kann einzig dem Ziel dienen, einen realen Vermögenszuwachs zu erreichen.

Wird ein solcher nicht erreicht, solltest Du Dich umgehend von dieser jeweiligen angebotenen Dienstleistung, respektive von dem jeweiligen Unternehmen distanzieren, und Dich neu positionieren.

Ausschlussverfahren

Nimmst Du noch keine Beratungsdienstleistungen in Anspruch, oder der zuvor genannte Fall ist eingetreten, dass Du Dich neu positionierst, so sind nachfolgende Kriterien eine Hilfestellung über die relevanten Rahmenbedingungen für Beratungsleistungen.

Durch die nachfolgenden Fakten kann ein klares Profil des jeweiligen Beratungsgebers aufgezeigt werden.

Weiterführend müssen nachfolgende Kriterien strukturell zwingend erfüllt sein, da es sich ansonsten nicht um eine seriöse Beratung mit entsprechender Qualität handelt.

Unabhängigkeit des Beratungsgebers

Ist der Beratungsgeber nicht unabhängig, dies ist in der Regel Beispielsweise bei Banken und Versicherungsagenturen gegeben, so kann nicht von einer unabhängigen Beratung gesprochen werden.

Dies wirkt sich nachteilig auf die Ergebnisse aus, da nicht alle sinnvollen Möglichkeiten mit in Betracht gezogen werden.

Vergütung der Beratungsleistung

In welcher Weise wird der Aufwand für die Beratungsleistung vergütet. Generell gibt es keine Beratungen die effektiv kostenlos sind.

Denn wird keine Rechnung gestellt, so ist offensichtlich, dass der Beratungsgeber durch Vertragsabschlüsse, Courtagen, Kick-Backs, Mark Up´s und Retrozessionen die Erträge generiert.

Weiterführend ist eine objektive Betrachtung auf Grund dessen sehr unwahrscheinlich, da primär die Höhe der genannten Vergütungen Vorrang hat.

Dies steht in direktem Widerspruch, dass je nach Land und der aktuellen Rechtsprechung, Rückvergütungen jeglicher Art an den Vermittler, die durch Anbieter von Anlagefonds und strukturierten Produkten gezahlt werden, an den Kunden vollumfänglich erstattet werden müssen.

So gilt dies auch in der Regel bei Banken, da eine erhaltene Beratung einer anderen Dienstleistung entspricht, als beispielsweise einen Börsenauftrag auszuführen – Kauf von Aktien – im Auftrag des Kunden, für die logischerweise Handelsgebühren erhoben werden.

In diesem Zusammenhang ebenso eine gern verwendete Variante der Generierung von Erträgen, ist das sogenannte „churning“. Dabei werden häufig bestehende Anlagen wie beispielsweise Aktien veräussert, und durch andere Aktien wiederum ersetzt, bei jeweiliger Bezahlung der Handelsgebühren.

Durch die in Summe gezahlten Gebühren, die in Relation zu dem investieren Kapital einen entsprechend nennenswerten Satz ausmachen.

Ebenso werden nicht selten Finanzprodukte durch die Empfehlung einer Beratung gekauft, die für den Kunden selbst zu teuer sind, aber dem Empfehlungsgeber eine überdurchschnittliche Vergütung generiert.

In einem solchen Fall lohnt es sich vergleichbare Produkte, in Bezug der damit vorhandenen Kosten anhand des sogenannten Total Expense Ratio zu vergleichen.

Objektive Kosten je Stunde

Werden Rechnungen gestellt, so sind die Kostensätze je Stunde, mit solchen die bei einem Anwalt gängig sind vergleichbar.

Kommunikationspolitik

Sehr relevant ist eine entsprechende proaktive und entsprechend qualitativ klare Kommunikation gegenüber den Kunden.

Controlling der Engagements

Die Überwachung und das Controlling, der getätigten Investitionen und Anlagen gehört zwingen dazu.

Findet dies nicht statt, so erfolgt auch kein proaktives Handeln in dem Zusammenhang, dass Du umgehend informiert wirst, um weitere Schritte zu besprechen. Im Umkehrschluss bedeutet dies wiederum, dass Du Dich sich selbst darum kümmern musst.

Weiterführend, dass Du auch die jeweiligen Finanzprodukte und Strategien selbst vollständig verstehen musst. Weiterführend Du auch die dazugehörige Analyse und Auswertung der jeweiligen Engagements selbst durchführen musst.

Im Umkehrschluss stellt sich Frage, wo liegt der Vorteil in einer Beratung, wenn nicht vollständig alle dazu benötigen und ergänzenden Leistungen, der relevanten Kriterien mitunter angeboten werden.

Denn wird keine Überprüfung durchgeführt, so entstehen zwangsläufig problematische Entwicklungen – die weniger Gewinne oder zu mehr Verlusten führen – die ansonsten verhindert werden können.

Daraus können weiterführende rechtliche Frage entstehen, in Bezug auf eine mögliche Fahrlässigkeit von Seiten des Beratungsgebers, durch die zusätzlich weitere Verluste entstanden sind.

Damit verbunden wären weitere anfallende Kosten hinsichtlich der Rechtsführung zusätzlich vorhanden.

Es bleibt in der Konsequenz nur das sogenannte Markttiming übrig. Dieses beschreibt den bestmöglichen Handelszeitpunkt eines Vermögenswertes, für den Ein- oder Ausstieg. Ist allerdings kein auditierten Bericht über die Qualität des Markttimings vorhanden, so ist auch dies nicht weiter von Belang.

Als letzte Komponente bleibt noch der Research und die daraus folgende Vermögensallokation, wobei diese im Nutzen in direkter Weise in der taktischen Umsetzung in das zuvor beschriebene Markttiming einfliesst, und keine weitere Verwendung in diesem Zusammenhang findet.

Häufigkeit und Art der Beratungskonsultationen

Eine einmalige Beratung, ist nur eine momentane Situationsanalyse, und kann logischerweise in der Qualität nicht von Dauer sein. Es sollte im Minimum jedes Quartal eine Konsultation stattfinden.

Qualität der Beratung

Wird die durchschnittliche Teuerung p.a. nicht kompensiert, so sollte im Interesse Deines eigenen Vermögens, die jeweilige Zusammenarbeit umgehend beendet werden.

Die Mandatsvergabe

Als Alternative zu einer Beratung stellt die Vergabe eines Mandats eine weitere Möglichkeit dar.  Auch hier kann das Ziel einer Mandatsvergabe in dem Kontext für Vermögensaufbau liquider Vermögenswerte, einzig dem Ziel dienen, einen realen Vermögenszuwachs zu erreichen.

In der Definition stellt eine Mandatsvergabe gemäss den Rahmenbedingungen ein definiertes Mandat, dass einer Handlungsvollmacht an 3te entspricht. Ebenso entspricht dies einem rundum sorglos Dienstleistungspaket, wobei zwischen Standard – und individuellen Lösungen unterschieden wird.

Individuelles Mandat

Wird ein Mandat an ein Unternehmen vergeben, bei dem die individuellen und persönlichen Kriterien und Bedürfnisse entsprechend umgesetzt werden, so sind nachfolgende, wesentliche Punkte aufgeführt.

Es finden in der Regel mehrere Gespräche über die Vorstellungen und Zeile des jeweiligen Kunden statt, um dies in einer individuellen strategischen und taktischen Umsetzung gemeinsam zu definieren und festzulegen.

Nachfolgende und weiterführende Antworten, wie auch Problembehandlungen werden entsprechend vorlaufend aufgearbeitet. Sind alle relevanten Komponenten für dieses individuelle Mandat erfüllt, so erfolgt die entsprechende Umsetzung.

Ab 100 Mio. USD Vermögen

Individuelle Mandate werden bei Family Offices und Multi Family Offices als Dienstleistungen angeboten, in der Bewirtschaftung von grossen Vermögen – in den meisten Fällen ab 100 Mio. USD Vermögen.

Aufgrund der umfangreichen und vielfältigen Dienstleistungen aus einer Hand, sind die Kosten entsprechend in Relation zu der Bewirtschaftung des Vermögens zu betrachten.

Weiterführend sind dabei häufig jeweils bereits am Anfang eines Jahres pauschale Kosten vorhanden, die durchschnittliche Jahreslöhne bei weiten übersteigen, wobei weiterführende entstehende Kosten darin noch nicht enthalten sind.

Es bedarf in der Regel nicht einer solchen komplexen Struktur, um die eigene Vermögensbildung positiv zu gestalten und voranzutreiben.

Standartlösungen bei einer Mandatsvergabe

Es findet in der Regel mindestens ein Vorgespräch statt, bei dem offene Fragen zu der jeweiligen angebotenen Standartlösung besprochen werden.

Sind alle Punkte zufriedenstellend geklärt, so werden die Vertrags Modalitäten behandelt. Sind diese geklärt, so wird nachfolgend die angedachte Anlagesumme durch den Kunden selbst, in der Regel auf ein oder mehrere Konten, gemäss dem vorliegenden Mandatsvertrag überwiesen.

Kontoinhaber ist der Kunde selbst

Die Einlagen des Kunden selbst befinden sich bei einer definierten kontoführenden Bank und werden buchhalterisch verwaltet, wobei der alleinige Kontoinhaber der Kunde selbst ist.

Anfallende Kosten werden durch die kontoführende Bank entsprechend dem Kunden in Rechnung gestellt bzw. ihm belastet. Objektiv betrachtet sind die Kosten gegenüber anderen Anlageformen höher, und sind nur gerechtfertigt, wenn im Gegenzug die Netto-Performance entsprechend ausfällt.

Nach erfolgtem Geldeingang erfolgt die Aufnahme der entsprechenden Dienstleistung. In regelmässigen Abständen, findet ein Reporting gemäss der erteilten Handlungsvollmacht über die getätigten und offenen Engagements, sowie ein entsprechender Forecast statt.

In der Regel ab 250´000.- USD Einlage

Die Kostenstrukturen sind dabei standardisiert und werden in der Regel bereits ab 250´000.- USD angeboten. Investiert werden entweder in externe, eigene oder einer Kombination von beiden Produktvarianten, wobei eigene Produkte als sogenannte Inhouse Lösungen definiert sind.

Werden Inhouse Lösungen verwendet, so werden diese häufig als sogenannte Managed Accounts umgesetzt.

Managed Account

Nachfolgend die generelle Beschreibung, unabhängig der jeweils investierten Assets.

Managed Accounts werden aktiv gemanagt. Alle Kundenkonten sind für den Handel strukturell einem Master Account untergeordnet. Wird eine Position eröffnet, wird sie durch das Master Account auf die Kundenkonten verteilt.

Dabei erhalten alle Kontoinhaber die identischen Ergebnisse, die entweder auf derselben prozentualen Kontoveränderung oder der jeweils identischen Kontoveränderung in Summe basieren.

In den Charakteristika zeichnet sich ein Managed Account dadurch aus, dass es in den meisten Fällen eine liquide Geldanlageform darstellt. Das heisst, es bestehen in Regel keine oder nur eine sehr kurze Mindestlaufzeit.

Sollte der Bedarf bestehen, kann aufgrund der sehr kurzen bzw. nicht vorhandenen Mindestlaufzeit die eingeschränkte Vollmacht für den Handel im Rahmen der getroffenen Vereinbarung entzogen werden.

Dies kann in der Regel über die kontoführende Bank oder direkt bei dem Managed Account Anbieter erfolgen. Im Anschluss erfolgt ein sofortiger Entzug des Mandats bis zum allfälligen Widerruf.

Kostenstruktur

Die Kostenstruktur wird in der Regel aus einem oder mehreren der folgenden Varianten die gebildet: Aus dem Handelsvolumen, der Performance, dem Agio und der Verwaltungsgebühr.

In vielen Fällen wird für die Berechnungsmodellierung eine High Water Mark oder ein Kalkulationszinssatz (engl. hurdle rate) gewählt. Bei Ersterem entfällt für den Kunden ein Teil der Kosten, solange die Performance nicht einen neuen höchsten Wert ausweist.

Dies kann sich auf einen definierten Zeitrahmen beziehen, zum Beispiel ein Jahr, oder dauerhaft gültig sein. Bei einem Kalkulationszinssatz hingegen muss eine bestimmte Performance in einem definierten Zeitrahmen erreicht bzw. überschritten werden.

Liegt das Ergebnis darunter, so entfällt auch hier ein Teil der Kosten. Einige Anbieter habe keine Form der Kostenreduzierung bei ungenügender Performance.

Rahmenbedingungen

Die jeweiligen Rahmenbedingungen, in welcher Weise Vergütungen zu entrichten sind, sollten jeweils im Einzelnen geprüft werden, da diese variabel gestaltet sein können. Einige Anbieter erweitern die regulär aufgeführten Handelskosten um weitere, nicht zu erkennende, um Kick-backs.

Bei diesen handelt es sich um direkte Rückvergütungen an den Managed Account Anbieter. Bei dem sogenannten Mark Up, in der Verwendung, wird die natürliche Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis künstlich vergrössert.

Dadurch entsteht bei jeder Transaktion ein zusätzlicher Gewinn für den Anbieter zwischen der natürlichen und der erweiterten Differenz. Diese verdeckte Handelskosten sind weder in den Kontoauszügen noch direkt im Account selbst aufgeführt.

Entscheidend sind im Zusammenhang der Möglichkeit der verdeckten Handelskosten, die geltenden Finanzmarktregulierungen und/oder die getroffenen Vereinbarungen.

In vielen Fällen werden automatisierte Handelssysteme eingesetzt, die in den Bereich der technischen Analyse einzuordnen sind. Das heisst, Positionen werden entsprechend der verwendeten Handelslogik automatisch eröffnet und wieder geschlossen.

Offene Fonds

Eine weitere Möglichkeit stellen Engagements in offenen Fonds dar. In der Definition sind offene Fonds aus rechtlicher Sicht nicht organfähig, und werden aufgrund dessen durch eine juristische Person, in Form der Investment-Gesellschaft bzw. des Fondsmanagements entsprechend abgebildet.

Weiterführend ist das Fondskapital variabel, dass einer unbegrenzten Anzahl von Anlegern offensteht und austauschbaren Vermögenswerten, wie beispielsweise börsendotierte Unternehmensanteile. Ebenso besteht in der Regel im Minimum keine zeitliche Haltedauer.

Im Gegensatz zu dem bereits beschriebenem Verwaltungsmandat, bilden offene Fonds eine unkomplizierte Struktur ab, da bei solchen keine beschränkte Handlungsvollmacht auf ein Bankkonto eines Kunden bestehen.

Allerdings ist eine direkte Kommunikation mit dem jeweiligen Fondsmanager nur eingeschränkt oder teilweise gar nicht möglich. Aufgrund dessen sind offene Fonds gegenüber einem Verwaltungsmandat weniger transparent, da auch durchgeführte Handelsaktivitäten im Detail nicht ersichtlich sind.

Social Trading

Als eine Alternative auf Basis dieser Dienstleistung ist das sogenannte Social Trading, bei dem zwischen privaten Anlegern ein Austausch an Markt – und Börseninformationen zum Zweck der Anlageentscheidungen stattfindet.

Weiterführend können in diesem Zusammenhang auch einzelne Portfolios automatisiert nachgebildet bzw. abgebildet werden – dies wird auch als Copy Trading bezeichnet.

Copy Trading

In einem solchen Fall erhält der Anleger, bei dem das bestehende Portfolio durch 3te übernommen wird, eine entsprechende direkte oder indirekte Vergütung von diesen.

Es ist zu erwähnen bei der Teilnahme bzw. Anwendung von Copy Trading, weder Kenntnisse der jeweiligen Assetklasse, des oder der verwendeten Handelsansätze, sowie des Money- und Risikomanagements zwingen nötigt sind.

Allerdings sollte nur bei entsprechendem eigenem vorhandenem Verständnis und oder geschulten Fachkräften davon gebraucht gemacht werden.

Zertifikate verbriefen

Aufgrund der Tatsache das keine gesetzliche Regulierung oder Bestimmungen für das Copy Trading bestehen, kann auch relativ einfach eine definierte Anlagestrategie des Copy Trading (von einem Privatanleger oder Unternehmen) auch in Form von Zertifikaten verbrieft werden.

Dabei besteht allerdings das Emittentenrisiko, da Zertifikate per Definition als Inhaberschuldverschreibungen gelten. Als ein bekanntes Beispiel ist die Investmentbank Lehman Brothers zu nennen, die am 15. September 2008 Insolvenz beantragen musste.

Gemeinsamkeiten

Bei allen genannten Möglichkeiten findet keine eigenständige Investmententscheidung statt, da diese durch 3te jeweils übernommen wird.

Postskriptum

Autor: Andreas Wirz

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